CDU Sendenhorst-Albersloh

Prall gefüllter Saal beim 1. Neujahrsempfang der CDU

Prall gefüllter Saal beim ersten Neujahrsempfang der CDU Sendenhorst-Albersloh - Innenminister Herbert Reul zu Gast - Jubilare geehrt

Sendenhorst-Albersloh. Ein voller Saal, prominente Gäste aus Kommunal-, Landes- und Bundespolitik und ein spürbarer Wunsch nach Austausch: Der erste Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Sendenhorst-Albersloh war ein voller Erfolg.

Zum ersten Mal hatte der Stadtverband am Samstagmorgen ins Hotel-Restaurant Waldmutter eingeladen. CDU-Vorsitzender Bernd Gassner begrüßte dort über 100 Gäste – der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Wir sind überwältigt von der großen Resonanz und dem Zuspruch, den wir erfahren haben“, erklärte Gassner in seiner Begrüßungsrede.

Die politische Prominenz gab sich dabei sprichwörtlich die Klinke in die Hand. Neben dem Festredner, dem nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul, nahmen unter anderem der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum, der Landtagsabgeordnete Markus Höner, Landrat Dr. Olaf Gericke, Bürgermeisterin Katrin Reuscher sowie zahlreiche Mandatsträger, Vertreter von Vereinen und engagierte Bürgerinnen und Bürger aus der Stadtgesellschaft teil.

Nach der Begrüßung sprach Alexander Koch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU Sendenhorst-Albersloh, über die Bedeutung der Kommunalpolitik für das Vertrauen in Demokratie und Staat. Er erinnerte daran, dass demokratisches Engagement vor allem vor Ort beginne. „Demokratie ist kein Selbstläufer – sie lebt davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und sich einbringen“, betonte Koch. Seine eindringliche Warnung: „Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.“

Anschließend übernahm Innenminister Herbert Reul das Wort – und suchte vom ersten Moment an den direkten Kontakt zum Publikum. Trotz Eisregens und einer überstandenen Grippe ließ er es sich nicht nehmen, persönlich nach Sendenhorst-Albersloh zu kommen. Schwächeln, so machte der gebürtige Leichlinger deutlich, komme für ihn nicht infrage.

In einem ebenso pointierten wie nachdenklichen Vortrag sprach Reul über zentrale sicherheitspolitische Herausforderungen. Dabei ging es nicht nur um die viel diskutierte Clan-Kriminalität, sondern vor allem um den wachsenden Vertrauensverlust vieler Bürgerinnen und Bürger in Politik und Staat. Anlass zur Sorge sei unter anderem, dass laut Umfragen nur noch rund 75 Prozent der Bevölkerung dem Staat Vertrauen entgegenbrächten. „Vertrauen lässt sich zurückgewinnen“, stellte Reul klar – allerdings nicht durch große Sprüche, sondern durch konsequentes Handeln. „Es gibt kein ,Simsalabim‘“, so der Minister, „lieber kleine Schritte als große Worte.“

Mit Blick auf die Innere Sicherheit unterstrich Reul die zentrale Rolle des staatlichen Gewaltmonopols. In einem Rechtsstaat müsse die Durchsetzung von Recht und Ordnung allein in den Händen der staatlichen Organe liegen. Gleichzeitig verteidigte er Maßnahmen wie Messerverbotszonen in Großstädten und betonte die Notwendigkeit, entschlossener gegen häusliche Gewalt vorzugehen. Die größte Gefahr gehe nach seiner Einschätzung jedoch zunehmend von der Netzkriminalität aus. Um dieser besser begegnen zu können, habe sein Ministerium ein spezielles Programm gestartet, in dessen Rahmen jährlich zusätzliche Polizistinnen und Polizisten zu sogenannten Cyber-Cops ausgebildet würden. Auch für weitere gesetzliche Instrumente, etwa bei der Bekämpfung von Kinderpornografie, warb Reul um Unterstützung.

Während seiner Ausführungen war der Saal „mucksmäuschenstill“. Reul gelang es, Jung und Alt gleichermaßen zu erreichen – ein begabter Redner und ein klar denkender Politiker, wie viele Gäste im Anschluss anerkennend feststellten.

Ein weiterer Höhepunkt des Morgens war die Ehrung langjähriger CDU-Mitglieder. In einer persönlichen Ansprache erinnerte Heinrich Kuhlmann daran, was es vor Jahrzehnten bedeutete, der CDU beizutreten – ein bewegender Moment mit viel Applaus. Für 25 Jahre Parteizugehörigkeit wurden Christian Naber, Christian Brüning, Burkhard Schulze Demebockholt, Ulrich Altewische, Alexander Koch und Henning Rehbaum geehrt. Seit 40 Jahren gehören Bernhard Gnegel, Franz-Peter Walkowski, Heinz Schemmelmann, Friedrich-Wilhelm Schulte-Bisping und Reinhard Drepper der CDU an. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Bernhard Hennenberg, Agnes Hennenberg-Schütte, Jochen Horstmann, Heinrich Kuhlmann, Karl Witte, Annette Westhoff, Christa Schroeter und Charly Schwermann ausgezeichnet. Bereits seit 60 Jahren ist Ludger Hegemann Mitglied der CDU.

Für den feierlichen musikalischen Rahmen sorgte der 16-jährige Carl Hartmeier, Mitglied der Jungen Union, der den Empfang am Klavier begleitete. Mit einem Stück von Debussy stellte er sein großes Talent unter Beweis und wurde mit langanhaltendem Applaus belohnt.

Am Ende des Vormittags zeigten sich die Gäste durchweg zufrieden und voll des Lobes für Organisation und Atmosphäre. In vielen Gesprächen wurde deutlich: Dieser Neujahrsempfang soll keine einmalige Veranstaltung bleiben. Der nächste Termin steht bereits fest – der 23. Januar 2026. Ein besonderer Dank galt abschließend Alexander Koch und Bernd Gassner für die intensive Vorbereitung. Noch lange nach dem offiziellen Teil blieb man beisammen, diskutierte und tauschte sich aus – ein rundum gelungener Auftakt für das politische Jahr in Sendenhorst-Albersloh.